AVINUS Netzwerk

Die Seite des AVINUS Netzwerks

Hansen, Frank-Peter

Frank-Peter Hansen

wurde am 15.03.1956 in Flensburg geboren. Er studierte an der Freien Universität Berlin Philosophie und Germanistik und promovierte 1984 im Fach Philosophie mit einer Arbeit über Hegels Wesenslogik. 1989 erschien sein weithin beachtetes und heftig diskutiertes Buch “Das älteste Systemprogramm des deutschen Idealismus. Rezeptionsgeschichte und Interpretation” im de Gruyter Verlag. Die folgenden Jahre brachten Lehraufträge an der FU und an der Humboldt Universität Berlin. 1994 erschienen ein Kommentar zur “Phänomenologie des Geistes” in der Reihe UTB und ein Kommentar der Vorrede dieses Buches bei Königshausen & Neumann. 1997 wurden diese Kommentare zu Hegel fortgeführt in Gestalt eines Überblicks über die “Wissenschaft der Logik”. Die Logik bildete auch den freilich historischen Gegenstand der 2000 erschienenen Arbeit “Geschichte der Logik des 19. Jahrhunderts. Eine kritische Einführung in die Anfänge der Erkenntnistheorie”. Im Jahre 2004 folgte das Buch “Vom wissenschaftlichen Erkennen. Aristoteles. Hegel. Nicolai Hartmann”, in dem Wissenschaftstheoretisches zur Verhandlung ansteht. Zuletzt hat er 2008 die an den Naturwissenschaften orientierte Arbeit “Nicolai Hartmann – erneut durchdacht” publiziert. Darüber hinaus sind von ihm in Fachzeitschriften und in den Internetzeitschriften “Marburger Forum” und “Avinus Magazin” zahlreiche Rezensionen, Aufsätze und Essays erschienen. Er ist der Herausgeber der 1998 erschienenen CD-ROM “Philosophie von Platon bis Nietzsche”.

Frank-Peter Hansen lebt als freier Schriftsteller in Berlin.

Im AVINUS Verlag erschien bisher:

Schlütt. Sustine et Abstine (2009)

Rezensionen:

“Ich habe schon einiges vom ‘Schlütt’ gelesen – durchgehend ausgezeichnet, will heißen: virtuos geschrieben, die Traum- Albtraumszenerie als Eingang schon sehr eindrucksvoll gemacht und schön gearbeitet. Dieser Roman fächert ein ziemlich großes Feld auf. Auf alle Fälle ist es ein ganz beachtliches Werk und ein außerordentlicher Akademiker-Roman von großer intellektueller Substanz und Formulierungskunst. – Soweit ich also den ‘Schlütt’ bis jetzt gelesen habe, würde ich dem Buch ja nicht so sehr die kurzfristige Explosion auf dem Markt, als vielmehr eine längerfristige Wirkung bei der Leserschaft zutrauen, die zu finden man dem Roman durchaus etwas Zeit lassen sollte!” (O.P. Zier, österreichischer Autor so bedeutender Romane wie ‘Schonzeit’, ‘Himmelfahrt’ und zuletzt ‘Tote Saison’.)

“Hansens unlängst erschienener Roman Schlütt. Sustine et abstine spielt gekonnt mit unterschiedlichen Stil- und Erzählformen. Episches und Dramatisches finden sich hier auf engstem Raum zusammen, lyrische Elemente kombiniert mit Verfremdungseffekten verraten artistisches Geschick, ohne doch gekünstelt zu wirken. Dieses weit angelegte Kunst- und Wissensprodukt mit psychologischem Hintergrund und durchgängig ironischem Unterton reklamiert zurecht für sich die Nähe zur Progressiven Universalpoesie, wenngleich es mir scheinen will, dass man sich historisch ins 19. Jahrhundert begeben muss, will man an die wahre Quelle dieser Art in sich gebrochener Literatur gelangen; ich rede von der Desillusionsromantik eines Gustave Flaubert, Gottfried Keller oder Henrik Pontoppidan etwa, mit dem gravierenden Unterschied freilich, dass Hansens “Schlütt” dann doch wieder vor allem ein groß angelegter Spaß mit allerdings traurig-bitterem Hintergrund ist, der auf alle Fälle eines bietet: virtuos komponierte Unterhaltung. Denn das Typische der Charaktere erstarrt nicht im Allegorischen, sondern ist stets zu individuell-lebendiger und amüsanter Gestalt geformt. Dieses Romandebüt eines Autors, der sich bisher einen Namen als Verfasser wissenschaftlicher Fachbücher gemacht hat, ist, um es kurz zu machen, ein sehr ernster Scherz von hohem Unterhaltungswert, auch wenn die eingestreuten Höhenflüge des Intellekts die Geduld des Lesers immer wieder auf die Probe stellen. Absicht?!” (Stefan Bohnhoff, Bildhauer und Kunstmaler)

Im AVINUS Magazin veröffentlichte Artikel:

Was es bei Heidegger zu bemängeln gibt

Vergessene Bücher X: Der philosophische Kritizismus. Geschichte und System von Alois Riehl

Wer oder was macht eigentlich einen guten Erzähler

Copyright © 2017 by: AVINUS Netzwerk • Design by: BlogPimp / Appelt Mediendesign • Foto: Pixelio • Lizenz: Creative Commons BY-NC-SA.